Einblicke

Unser Treffen mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

(v.l. Katrin Rosenberger, Jana Fuchs, Esther Bammel, Frank-Walter Steinmeier,
David Uekötter, Tamara Kräwer, Dr. Sebastian Kurtenbach)

Am 5. April 2019 hatte eine kleinere Anzahl Studierender unserer Seminargruppe die Möglichkeit mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier über unser Projekt zu sprechen. Der Bundespräsident war bei seinem Staatsbesuch der Republik Bulgarien ebenfalls in Plovdiv, der Europäischen Kulturhauptstadt 2019, unterwegs, um u.a. mit Kulturschaffenden über Europa zu sprechen, aber sich auch bei uns über unsere Feldforschung zu erkundigen.

Das Gespräch fand in einer entspannten Atmosphäre in einem Café statt, am Rande der Innenstadt. Herr Steinmeier zeigte großes Interesse an den einzelnen Forschungsthemen und Forschungsfragen. Darüber hinaus drehte sich das Gespräch um transnationale Herausforderungen, vor allem in Bezug auf die Verknüpfung zwischen Plovdiv-Stolipinovo und deutschen Stadtteilen, wie die Dortmunder Nordstadt. Wir hatten die Möglichkeit, gesammelte Eindrücke zu teilen. Wir sprachen darüber, inwieweit absolute Armut eine tragische Rolle in dem Alltag einnehme und konnten und unser Erstaunen darüber ausdrücken, dass das nicht das Bild der europäischen Wertegemeinschaft passe. Wir konnten unser Bedauern darüber äußern, dass die EU-2-Zuwanderer*innen durch alle sozialen Netzwerke fielen, professionelle soziale Arbeit dadurch erschwert werde und man vor Herausforderungen stehe, die nicht alleine durch Bildungsinitiativen behoben werden können. Nachfragen bezüglich der Herangehensweise und Motivation sowie der Wunsch über unsere Ergebnisse informiert zu werden, verdeutlichten das Interesse des Bundespräsidenten. Wir sind über das Gespräch sehr dankbar und hoffen, dass die Aufmerksamkeit und späteren Forschungsergebnisse die Menschen für das Thema transnationale Arbeit, gerade in Bezug auf Minderheiten, sensibilisiert und auf die Armutsverhältnisse in EU-Ländern aufmerksam macht.

Jana Fuchs